Was macht die Kunst?! Maria Sainz Rueda

Ich habe in Leipzigs Spinnerei wieder eine Künstlerin entdeckt, deren großformatige und kraftvolle Arbeiten mich sofort begeisterten. Maria Sainz Rueda heißt die Malerin mit spanischen Wurzeln, die in Leipzig an der HGB bei keinen Geringeren als Arno Rink und Neo Rauch studiert hat.

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Mich erinnern insbesondere ihre Landschaftsbilder an Polaroidfotos, die nicht richtig entwickelt wurden. Irre Farben beschreiben eine Szene, die unwirklich wirkt. Erinnerungsmomente, denen nicht zu trauen ist. Maria Sainz Rueda malt Bilder, die den Gegensatz zwischen Fiktion und Realität thematisieren. Ist das Bild vor meinem inneren Auge nicht vielmehr Abbild meiner Seele als die Darstellung des Geschehenden?  Und immer wieder diese flirrenden Farben… der Boden schwindet, wird flüssig… die Wand gibt nach, das Wasser ist ölig und der Himmel bricht ein. Das ist apokalyptisch, aber bei Rueda ist es der Moment unmittelbar davor oder ganz kurz nach der Explosion, der im Bilde festgehalten ist.

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„Anfangs lief die Beschäftigung mit Landschaft parallel zu meinen Figurenbildern. Dann begann ich die Landschaft, den Raum, die Bildbühne zum Hauptdarsteller zu machen. Die Frage, was „die Landschaft“ für mich ist, kann ich nicht eindeutig beantworten. Die Landschaft in meinen Bildern ist vielleicht eine Projektionsfläche. Sie versteckt mehr als sie zeigt und sie wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Sie scheint mir so mehrdeutig wie irreführend.“, erzählt die Künstlerin.

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Richtig beunruhigend wirken Ruedas Bilder besonders durch die Abwesenheit von Menschen. Kommen sie vor, agieren sie wenig und werden Teil der Kulisse. Sie stehen in einer höchst fragilen Welt mit Abgründen und in bedrückender Isolation. Vor dem Bild „Piper“ (erstes Bild), das zuletzt in der Werkschau auf dem Leipziger Spinnereigelände gezeigt wurde, stand ich eine ganze Weile und betrachtete gebannt die Szenerie. Ich stellte mir eine Zeit lang Fragen über die von rechts kommende rote Farbwolke und erschrak dann förmlich vor dem dunklen Wald (?) am linken Bildrand. Wie er sich so von den hellen Blättern der Bäume absetzt hat etwas albtraumhaftes. Seit meiner Entdeckung bin ich ein Fan der Arbeiten dieser Künstlerin!

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Was macht die Kunst?! Geoff McFetridge

Geoff McFetridge ist ein Künstler und Grafikdesigner mit Sitz in Los Angeles, Kalifornien. Er wurde 1971 in Calgary, Kanada geboren und besuchte das Alberta College of Art in Kanada sowie das California Institute of the Arts in den USA. Heute lebt und arbeitet er in Los Angeles.

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Der Künstler erschafft grafische Arbeiten mit feinen Linien und kräftigen Farben indem er seine Motive stark vereinfacht, ihnen eine interessante Perspektive verpaßt oder die Bildobjekte wiederholt. Seine Arbeit ist detailliert und zugleich abstrakt. Er stellt humorvolle und alltägliche Szenen dar. Geoff arbeitet mit einer einfachen Palette verschiedener Grautöne, Blau, Weiß und Rosa. Er verbindet Grafikdesign mit Malerei: „Designsprache, welche eine Beziehung zur Abstraktion hat, ist mir sehr zugänglich. Meine Bilder sind genauso sehr im Logodesign verwurzelt wie sie es in der Kunstgeschichte sind.“ Beginnend mit Zeichnungen, komponiert er seine Bilder aus einfachen geometrischen Formen und flachen zweidimensionalen Farbflächen. Sie gleichen Anzeigen, Schildern, Karten oder Piktogrammen.

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Mit der Darstellung von Händen, Zähnen, Objekten, Formen, Tieren und Köpfen gewann McFetridge bereits öffentliche Anerkennung, als er noch Student war. Er gewann Auszeichnungen vom Art Directors Club und vom International Design Magazine für seine Diplomarbeit „Chinatown“.

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Geoff McFetridge war Art Director für das gefeierte Underground-Magazin „Grand Royal“ von den Beastie Boys. Danach gründete der Künstler das Design-Studio Champion Graphics, mit dem er Projekte für zahlreiche Kunden wie Nike, Pepsi, Stüssy, Burton Snowboards, Girl Skateboards und Patagonien realisiert hat. Als interdisziplinärer Künstler hat er zudem Videoclips für Plaid, Simian und die Band The Whitest Boy Alive produziert sowie Filmtitelsequenzen für die Filme „The Virgin Suicides“ und „Adaption“ kreiert. Im Jahr 2013 entwarf McFetridge alle Schnittstellen-Grafiken für den Spielfilm „Her“ vom Regiesseur Spike Jonze.

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Der Künstler ignoriert kreative Grenzen. Sein Œuvre umfaßt einem breiten Umfang von Poesie bis zur Animation. Er erarbeitet Grafiken in 3D, bedruckt Textilien (z.B. für Nike), verwandelt Tapeten zu Gemälden und bemalt sogar Geschirr.

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Was macht die Kunst?! Victor Castillo

Frustration und Wut als Antriebsfeder für künstlerisches Schaffen kommt ja häufiger vor. Manch wunderbares Buch ist schon aus genau diesen Motiven entstanden, bei denen der Autor 20 Jahre später auf seine von diesen elementaren Empfindungen geprägte Jugend zurückblickt, diese schonungslos offen zu Papier bringt und sich damit einen Stern am Literaturhimmel sichert. Der chilenische Maler Victor Castillo benennt ebenfalls enttäuschende Erfahrungen in seinem Heimatland als prägend für seinen Stil aus Frustration und Wut. Er paart ihn mit einem sehr dunklen Sinn für Humor.

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Castillo ist ein Pop-Surrealist mit erkennbar stilistischen Referenzen an Vintage-Comics, Animationen und populäre Medien. Seine Werke verweben auf sinnbildliche und erzählerische Weise die aktuellen Weltkrisen zu post-apokalyptischen Darstellungen – Gier, Chaos, Brutalität und Zerstörung sind häufige Themen in seiner Arbeit. Die Protagonisten seiner Bilder sind Kinder mit leeren Augen, eine Metapher des Künstlers für Ignoranz. Nach eigenen Aussagen ist der Maler an der Schaffung zugänglicher Kunst interessiert, er selbst sei keine finstere Person, wenngleich seine Arbeiten auf gegenteiliges schließen lassen könnten. Victor Castillo vergleicht seine Arbeit auch mehr mit der eines Musikers anstelle der eines Intellektuellen: Als er Kunst studierte, fühlte er, daß ihn das formte aber auch beschränkte. Die Wut darüber machte ihn zum Kunstrebell. Er versuchte einen gewissen Abstand zu Theorie und den Institutionen zu erlangen und Werke zu schaffen, die nicht für Theoretiker und Intellektuelle sondern für jedermann gedacht sind.

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Victor Castillo erkundet die menschliche Natur in ihrer Gesamtheit: das Grauenvolle und das Hoffnungsvolle. „Ich denke, dass die Brutalität die Gesellschaft geprägt hat trotz der Tatsache, dass es große Künstler, Wissenschaftler, Intellektuelle gegeben hat… Was überwiegt sind die Interessen einiger weniger, die anstatt eine Gesellschaft mit nachhaltiger Zukunft zu schaffen die Gesellschaft direkt in Richtung Kollaps stürzen.“ Was Castillo in seinen Bildern in Bezug auf Macht zeigt, reflektiert seine Vision der Wirklichkeit. „Ich glaube, dass die Welt ein wunderbarer Ort ist, der beschädigt wurde. Das Leben ist schön, aber das soziale System ist beschädigt und pervers. Es gibt keine Macht ohne Verschwörung. Wir sind dafür verantwortlich, was durch unsere Handlungen und Unterlassungen geschieht. Zum Beispiel der Krieg – er ist eine der größten schrecklichsten Verschwörungen, und ich bin der Ansicht von Noam Chomsky, wenn er sagt, dass in diesem Land, wenn alle Bürger aufständen und Nein zu Krieg sagten, wäre es nicht möglich, in andere Länder einzumarschieren.“

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Blindheit, im Sinne von Unwissenheit, ist ein großes Thema in Victor Castillos Arbeiten. Seine blinden Augen gehen auf Karikaturen aus den 40ern und 50ern zurück. Diese maskenhaften schwarzen Flecken lassen jegliches Bewußtsein vermissen. Er malt vordergründig Kinder, die als Spiegelbilder der Betrachter dienen. Die Welt der Kinder und die der Erwachsenen sind getrennte Universen. Doch ist die Kinderwelt nicht frei von Indoktrination und die beschädigten Erwachsenen werfen ihre Schatten hinein.

Written-Forgotten-2014@wowxwow.com

Victor Castillo wurde 1973 in Santiago de Chile geboren und wuchs unter der Militärdiktatur Augusto Pinochets auf. Seine Werke sind geprägt von den düsteren Zeiten seines Landes, von der Unterdrückung, der Zensur und der Verfolgung, aber auch vom starken Einfluß der USA und deren Kultur auf Chile in dieser Epoche. Ab 1991 besuchte er verschiedene Kunstschulen. Er verließ sie alle, enttäuscht, bis er auf der schlechtest möglichen endete: Die Katholische Schule der Künste (ARCIS). Die Unvereinbarkeiten waren so groß, daß er schließlich von dort verwiesen wurde. „Sie können sich vorstellen, wie es sich anfühlt, Kunst in einem Ort zu studieren, wo man nicht über Sex, Religion oder Politik reden kann. Es macht keinen Sinn. “ 2004 kam Castillo nach Barcelona, Spanien. 2010 zog er nach Los Angeles, wo er heute lebt und arbeitet.

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Was macht die Kunst?! Janusz Grünspek

Janusz Grünspek macht „Zeichnungen im Raum“. Er kreierte Nachbildungen von Alltagsgegenständen mit Hilfe dünner Holzstäbchen, die er mühevoll aneinander klebt. Ein MacBook, ein Espressokocher, ein Kronleuchter und auch ganze Möbelstücke formte er aus dem zerbrechlichen Material. Die dreidimensionalen Kunst-Objekte aus Schaschlikstäbchen erscheinen fast schwerelos.

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Janusz Grünspek wurde 1970 in Wodzisław in Polen geboren. 1989, als gerade 18-Jähriger,  reiste er aus Polen aus. In den 1990ern studierte er an der Hogeschool voor de Kunsten in Arnhem (NL). Dort erlernte er die traditionellen Techniken und begann mit diesem neuen Handwerkszeug auch zu arbeiten. 2006 führte er seine Erfahrungen, Erlebnisse und eigenen Gedanken gar in einem humorvollen „Ratgeber für Künstler“ zusammen. Seit 1998 lebt und arbeitet Grünspek in Kleve.

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Janusz Grünspeks Arbeiten lassen den Betrachter einen neuen Blick auf die Dinge gewinnen. Es entstehen Objekte, die Freude wecken, wenn man sie wiedererkennt und ihrer skulpturalen Zartheit und Leichtigkeit wegen nun neu zu sehen beginnt. Auffallend ist die große Liebe zum Detail. Auf der Suche nach seinem Material experimentierte der Künstler zuerst mit Zündhölzern, mit denen er eigenständige Objekte gestaltete, die ihm jedoch bald zu klein wurden. So wandte er sich schließlich den jetzt verwendeten feinen Holzstäben zu, die er in einem handwerklich anspruchsvollen Verfahren mit Heißkleber zusammenleimt, unter Dampf biegt und schließlich zu teilweise zimmerhohen filigranen Objekten des Alltags komponiert.

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Espressokocher_2011@januszgruenspek.de

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Was macht die Kunst?! Nicole Kegel

Und wieder ein Fundstück aus Leipzig. Ja, ich habe eine besondere Beziehung zu der Stadt. Und zu ihren Künstlern. Bei einem Aufenthalt in der Leipziger Spinnerei habe ich die Arbeiten von Nicole Kegel entdeckt, die dort ihr Atelier hat.

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Ihre Bilder sind von einer herrlichen Melancholie getragen. Einsamkeit und poetische Verklärtheit ergießen sich auf die Leinwand – in meinem Kopf spielt eine Ballade. Die Figuren sind zerbrechlich, die Straßen menschenleer, es ist Winter und immer wieder Flugzeuge. Aneinandergereiht ergäbe sich ein klasse trauriger Film und tatsächlich verwendet Nicole Kegel teils Filmstills- oder Fotos als Vorlage.

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Nicole Kegel hat Malerei an der HGB (Hochschule für Graphik und Buchkunst) in Leipzig bei Professor Arno Rink und Neo Rauch studiert. 2001 schloß sie ihr Studium erfolgreich ab, nachdem sie Meisterschülerin bei Arno Rink war.

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Was macht die Kunst?! Daniel Horowitz

Ich war im vergangenen Herbst beim Galerierundgang auf dem Spinnereigelände in Leipzig. Dort wird das sog. LIA – das Leipzig International Art Programme – praktiziert. Hierbei werden internationale Künstler aus allen Disziplinen gefördert. Die Künstler bekommen eins von fünf möblierten Ateliers à 83 qm als Arbeits- und Wohnraum für einen Zeitraum von drei oder sechs Monaten. Es finden drei Spinnereirundgänge (Januar, April, September) und eine Sommer- und Winterausstellung (Juli, Dezember) auf dem Gelände statt, bei denen sich die LIA-Künstler präsentieren. Zudem steht jedem Künstler die Teilnahme an einer kuratierten Gruppenausstellung zu. Die Wirkungsstätte von Daniel Horowitz war im letzten September solch ein LIA-Atelier. Ich war da und entdeckte den für mich bis dato unbekannten Künstler.

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Daniel Horowitz malt, zeichnet, fertigt Collagen und Installationen. Seine Kunst verbindet Realismus und Surrealismus. In seinen Bildern drücken sich teils gesichtslosen Menschenfiguren gegen bizarre Landschaften und Architektur in fantastischen Szenen. Gegenstände und Körper sind verdreht oder überstreckt und verschmelzen zu surrealen Figuren. Horrowitz verändert die ursprüngliche Natur von Objekten hin zu unstimmigen Figurenpaarungen. Kopf ergießt sich in Milch, Arm wird Bein, Schnauze wird Faden, Beine erstarren zu Kristallen und ein Trekker erntet die Deplphinfrau. Zudem finden sich noch ein paar humorvolle Seitenhiebe, Traumvorstellungen und Deutungsspielerein – alles zusammen das, was mich seit jeher an den Künstlern der Neuen Leipziger Schule begeistert.

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Der Künstler selbst sieht seinen Ausflug nach Leipzig so: „Ich entschied mich ostwärts zu gehen, um das Spannungsfeld des Eigenartigen und des Profanen zu entdecken und zu beschreiben. Dieses Projekt (LIA) ist das Protokoll eines Malers der eine Fahrt rückwärts zur alten Welt in das Unheimliche macht. Zu einem Ort vieler Paradoxien; Ideale und Albträume, Sozialismus und Kapitalismus, Romantik und Realismus, gruselige Monster und Supercreeps. In Leipzig kommen diese Eigenarten zum Tragen.“

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Daniel Horowitz ist nicht nur Maler, er ist auch Illustrator. Er erfreut sich bereits größter Beliebtheit bei Zeitschriften und Verlagen in den USA, hat in der New York Times, in GQ, im The Wall Street Journal und dem American Reader veröffentlicht. Daniel Horowitz wurde 1978 in New York in eine künstlerische Familie mit osteuropäischem Hintergrund geboren. Als Kind hatten die Werke der sog. Polnischen Schule des Plakatdesigns einen enormen Einfluss auf ihn. Unter sowjetischer Besatzung beauftragte der Staat Poster von den führenden Künstlern Polens für Theater, Zirkus und – oft westliche – Filme. Diese Filmplakate sind mittlerweile legendär für ihre Schönheit, Eleganz und vor allem individuelle Interpretation. Das Plakat war weniger Werbung als Interpretation des Films. Fürwahr fällt es schwer ein weiteres Beispiel in der Geschichte zu finden, bei dem die Linien zwischen Malerei, Grafikdesign und Illustration so verschwinden. Im Laufe der Zeit entwickelte Horowitz Sehnsucht danach, ähnliche Bilder selbst zu erstellen. Nach dem Abschluß am Art Center College of Design in Pasadena, Californien, USA, 2001 konnte er mehrere Jahre damit verbringen, Unterricht bei den Plakat-Meistern in Warschau zu nehmen und mit ihnen zu arbeiten. Heute lebt und arbeitet Daniel Horowitz in Brooklyn, New York.

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Was macht die Kunst?! Yan Ruilin

„I’m an independent wood-making artist from Taiwan. Enjoy my work, enjoy life.“, so stellt sich der Holz-Künstler Yan Ruilin auf seiner Facebook-Seite vor.

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Vieles weiß man über den handwerklichen Meister nicht, es gibt nicht viel mehr als besagte Facebook-Seite. Man weiß jedoch, daß er schon mehrere Skulpturen-Serien gefertigt hat, die bereits in Ausstellungen installiert waren. Was man an seiner Figurenserie allerdings zweifelsohne ablesen kann, ist sein großes Wissen über verschiedene Arten von Holz. Er verwendet ganz unterschiedliche Hölzer, kombiniert sie und nutzt ihre Maserungen geschickt für figürliche Effekte. Seine meist um die 20 cm großen Figuren zeugen von naiver Phantasie. Sie sind inspiriert von Fabelwesen, geliebten Kinderbuchcharakteren oder Manga-Comicfiguren. Sie sind unschuldig, sie nehmen einen mit in den Märchenwald, man schließt sie sofort ins Herz.

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Yan_Ruilin@bumood.com

https://www.facebook.com/細活閻瑞麟木工創作-154152428077527

 

Was macht die Kunst?! Daniel Mullen

Daniel Mullen heißt der Mann, der unten stehende Kompositionen erschafft. Die Arbeiten sind abstrakt, aber dennoch Architektur: wir sehen Kuben, Linien, Perspektiven, die in Architekturzeichnungen verwendet werden. Referenzen an Baupläne und der Flirt mit der Moderne sind beabsichtigt.

Resurrecting-the-Monumental@design-milk.com

Connecting_spaces@danielmullen

Harmonizing_Utopia@danielmullen

Farbe, Tape und Bleistift auf unbehandeltem Canvas, rohe Leinwand, sind die Werkzeuge, die Daniel Mullen dazu dienen, Raum und seine Präsenz zu hinterfragen. Die Arbeit versucht diese durch Bewegung, Fragmentierung und den Einsatz von Perspektive zum Ausdruck bringen. Es liegt im Auge des Betrachters, Ausmaß und Grenzen des Gezeigten festzumachen.

The-architects-retreat@design-milk.com

The-Architect@design-milk.com

Suspended_in_space@danielmullen

„Ich nähere mich meiner Leinwand mit einem räumlichen Bewusstsein für den Aufbau des Bildes, als ob er eine physische Existenz hätte. Das resultierende Bild verschiebt sich hin und her zwischen Solidität und einen flüchtigen Moment des Bewusstseins.“, sagt der Künstler zu seiner Arbeitsweise. „Es ist die angedeutete Art der Strukturen, mit denen ich hoffe, den Betrachter anzuregen um neue Verbindungen herzustellen, die darüber hinaus gehen, was physikalisch möglich ist.“

Spatial_dynamics@danielmullen

Rendering-the-fundamentals@design-milk.com

Daniel Mullen wurde 1985 in Glasgow, Schottland, geboren. Schon als Kind war Mullen von konstruierten Räumen fasziniert, dies in Kombination mit Lego wurde zum Spielplatz für seine Phantasie. Mullen studierte von 2006 bis 2011 in Amsterdam an der Gerrit Rietveld-Universität Malerei. Dort experimentierte er mit Medien und Gegenständen, bis sich ab 2010 seine Interessen und Techniken immer mehr verfestigten zu einer ersten Reihe von Werken, die die Grundlage für sein Schaffen bis heute bilden. Im Jahr 2012 wurde Mullen für den Büning Brongers Preis für Malerei nominiert. Im selben Jahr war er auch einer der Finalisten des TV-Programms de Nieuwe Rembrant. Mullen hat im In- und Ausland, vor allem in New York und Berlin ausgestellt. Im Jahr 2014 wurde er für die Koninklijke prijs für schilder (Der Niederländische Königspreis für Malerei) nominiert.

Constructing-the-tower@design-milk.com

Was macht die Kunst?! Levalet

Ich mag Street Art. Kunst im öffentlichen Raum belebt, eröffnet neue An- und Einsichten und im besten Falle erzählt sie uns etwas. Dinge über den Ort, Dinge über den Künstler oder Dinge über uns und die Zeit in der wir leben. Alles möglich. In Berlin gibt es immer wieder sehr schöne Street Art, ganz oft auch großformatig. Die Arbeiten von Levalet habe ich hier jedoch noch nie gesehen.

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Levalet heißt mit bürgerlichem Namen Charles Leval, ist Franzose und wurde 1988 in Epinal im Vogesen-Gebirge geboren. Er wuchs allerdings in Guadeloupe in der Karibik auf. Einem Ort, der ihn erstmalig mit Kunst im urbanen Raum konfrontierte. Nach dem Studium der bildenden Künste in Straßburg, das er 2012 abschloß, begann er seine Arbeiten in den Straßen von Paris zu platzieren.

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Was mich immer wieder bei Levalets Bildern fasziniert, ist, wie sich seine Protoagonisten in den vorhandenen Raum fügen. Es ist nicht nur so, daß sie die umgebende Architektur ein wenig miteinbeziehen, sie benutzen sie, werden teilweise eins mit ihr. Giebel, Vorsprünge, Fenstersimse, Absätze, Zierrat an Häusern und Wänden werden zu einem Teil der Bilder. Nicht selten bewegt sich das in seinen Bildern Erzählte an der Grenze zum Absurden. So werden beispielsweise Ladestationen für Elektroautos zur Elektrotanke für erschlaffte Urbanisten oder die Löschwasserstation in einem öffentlichen Gebäude zum Getränkespender für einen badebemantelten Morgenmuffel. Toll auch seine überraschenden Momente, wie wenn er seine Protagonisten – maskierte Gangster mit Sack und Klebeband – direkt neben einen Fahrstuhl positioniert, so als warteten sie auf den Nächsten, der aus dem Lift steigt, um ihn zu verschleppen. Etwas gruselig, etwas lustig, auf jeden Fall einfallsreich. Allzu gemütlich wird es in Levalets Bildern sowieso nicht. Wir treffen auf Verstörte, auf Deprimierte, auf Leute, die versuchen einer menschenfressenden Maschinerie zu entkommen. Levalet hat ein gutes Auge für alltägliche Absurditäten und zugespitzte Situationen kurz vor ihrer Explosion.

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Der Künstler schafft auch Werke für den Innenraum, die man gut in Gallerien zeigen kann. Gern nimmt er auch hier Objekte, wie Koffer, Rahmen, Möbel, einen Federballschläger als Requisit, das das Bild entweder begrenzt und damit den Fokus steuert bzw. das direkt ins Erzählte eingreift.

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Mittlerweile hat Levalet seine Arbeiten in vielen nationalen, internationalen und auch Einzelausstellungen zeigen können. Auf Facebook zeigt er seine aktuellen Werke in vielen Bilderstories.

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Was macht die Kunst?! HULA

MALIHINI@byhula.com

Wellenreiten. Das stelle ich mir schwer vor, da mich der Balanceakt schon zu sehr herausfordern würde. Der Künstler Sean Yoro (aka Hula) balanciert Stunden auf Surfbrettern, um seine Werke zu erschaffen. Hula kniet auf zumeist ausrangierten Surfbrettern und malt seine Wandmalereien direkt über dem Meeresspiegel, während er auf den Wellen schwimmt. Die Wandmalereien, alle Porträts von Frauen, haben eine hyperrealistische Qualität, und aufgrund der Positionierung über dem Wasser, spiegeln sie sich perfekt in den Wellen.

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KAHU@byhula.com

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Hula wuchs auf der Insel Oahu, am weltberühmten Waikiki-Strand, Hawaii auf, wo er den Großteil seiner Zeit am Ozean verbrachte. Heute lebt der Künstler in New York. Der Einstieg in sein künstlerisches Schaffen gelang ihm über die Graffiti-Szene, später malte er Aquarelle und wandte sich der Tattoo-Kunst zu. Seit er 21 ist, malt er den menschlichen Körper. Er ist Autodidakt. Seine Porträts sind mit Acrylfarbe gemalt und zeigen Schönheit(en) an verlassenen Orten. Sein Street-Art-Stil und die extremen, unberührten Hintergründe, wie Schiffswracks, Kaimauern oder verlassene Hafenbecken stehen in Hulas Artwork einer seltsamen Ruhe und Surrealität gegenüber, die auf Leinwand schwer zu erreichen wäre.

PU´UWAI@byhula.com

IMUA@byhula.com

HINA@byhula.com